Personenversicherungen

Berufsunfähigkeitsversicherung

Wenn Sie aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr arbeiten können, sichert die Berufsunfähigkeitsversicherung Sie ab. Die gesetzlice Berufsunfähigkeitsrente wurde gestrichen für alle ab 1961-Geborene. Stattdesen gibt es eine zweistufige Erwerbsminderungsrente.

Private Berufsunfähigkeitsversicherungen zahlen eine monatliche Rente, wenn Sie wegen Krankheit oder Unfall nicht mehr ihren Beruf ausüben können. Die Versicherungen springen in der Regel ab einer Beeinträchtigung von 5o Prozent ein.
Selbstständige, die meist nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung einzahlen, bekommen im Berufs-oder Erwerbsunfähigkeitsfall überhaupt keine staatlichen Leistungen. Daher ist die private Absicherung noch wichtiger.
Jeder Arbeitnehmer, Selbstständige und besonders junge Menschen sollten diese Versicherung haben.

Unfallversicherung

Unfallgefahren lauern überall und jederzeit. In Deutschland passiert nahezu alle 4 Sekunden ein Unfall. In der Freizeit und im Haushalt ereignen sich die meisten Unfälle.

Über die gesetzliche Unfallversicherung sind Sie keineswegs ausreichend versichert. Diese Absicherung gibt es ja nur während der Arbeitszeit und auf dem Weg zwischen Wohnung und Arbeitsplatz. Für alle Unfälle bei der Arbeit zahlt die Berufsunfallversicherung.

Bei privaten Unfälle kann die private Unfallversicherung zum Teil beträchtliche Einkommensverluste und Einbußen der Lebensqualität ausgleichen.

Lebensversicherung

Lebensversicherungen dienen sowohl der Altersversorgung als auch der Absicherung von Angehörigen im Todesfall. Mann unterscheidet zwischen Kapital-und Risikolebensversicherung.

Bei der Kapitallebensversicherung fließt ein Teil des Beitrags in die Altersvorsorge und ein Teil dient der Todesabsicherung des Versicherungsnehmers. Die Summe am Schluss wird als Einmalzahlung ausgezahlt oder kann vollständig oder teilweise in eine lebenslange Rente umgewandelt werde. Lebensversicherungen die schon vor dem Jahr 2005 abgeschlossen wurden, sind bei der Auszahlung steuerfrei wenn dabei mindenstens 5 Jahre Beiträge bezahlt wurden und die Lebensversicherung eine Mindestlaufzeit von 12 Jahren hat. Alle Verträge ab dem Jahre 2005 sind Steuerpflichtig.

Die Risikilebensversicherung versichert nur den Tod der versicherten Person und bietet keine Auszahlung bei Vertragsende. Beiträge für die Risikolebensversicherung sind daher deutlich niedriger als für Kapitallebensversicherungen.

Welche Versicherung sich für Sie eignet, finden Sie am besten im gemeinsamen Beratungsgespräch heraus.

Rentenversicherung

Private Altersvorsorge wird immer wichtiger. Die gesetzliche Rentenversicherung kann angesichts des demographischen Wandels im Alter kaum noch den gewohnten Lebensstandard garantieren. Eine interessante Möglichkeit, die Vorsorgelücke zu schließen, ist die private Rentenversicherung.

Das Versicherungsprinzip – kurz erklärt

Eine private Renten-Police bietet eine lebenslange zusätzliche Rentenzahlung. Die Zahlung endet erst mit dem Tod. Voraussetzung für die Rentenleistung ist ein entsprechendes Vorsorgekapital. Es wird entweder bei Rentenbeginn als Einmalbetrag eingezahlt oder während einer vertraglich vereinbarten Aufschubzeit regelmäßig angespart. Meist wählen Kunden diese Variante, die sogenannte aufgeschobene Rentenversicherung.

Zusatzschutz möglich

Im Unterschied zur Kapitallebensversicherung ist bei der Renten-Police kein Todesfallschutz vorgesehen. Deshalb erübrigt sich auch die sonst übliche Gesundheitsprüfung. Auf Wunsch kann die Rentenversicherung aber mit weiteren Versicherungsleistungen verbunden werden. Dazu gehören:

  • Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsschutz
  • finanzielle Vorsorge bei schweren Krankheiten
  • privater Unfallschutz
  • finanzielle Vorsorge für Hinterbliebene (Witwen- und Waisenrente)

Klassisch oder fondsgebunden

Die Rentenhöhe hängt natürlich vom vorhandenen Kapital ab. Daneben spielen aber auch weitere Faktoren eine Rolle. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit einer klassischen oder einer fondsgebundenen Rentenversicherung. In der klassischen Rentenversicherung wird das noch nicht verbrauchte Kapital vom Versicherungsunternehmen wie bei einer Lebensversicherung angelegt. Der Versicherungsnehmer profitiert hier von der Garantieverzinsung und eventuellen Überschüssen. Bei der fondsgebundenen Variante erfolgt die Anlage in ausgewählten Investmentfonds. Hier kommt den Kunden der Fondsanlageerfolg zugute. Je effizienter und erfolgreicher die Versicherung wirtschaftet, umso besser ist auch das Verhältnis zwischen Kapitalleistung und Rentenzahlung.

Staatliche Förderung möglich

Rentenversicherungen werden staatlich gefördert. Sowohl bei der Riester-Rente als auch bei der Rürup-Rente gehören sie zum Anlagekatalog. Die Riester-Förderung richtet sich dabei vor allem an Arbeitnehmer, die Rürup-Rente dagegen eher an Selbständige. Art und Umfang der Förderung unterscheiden sich. Riester- und Rürup-Rentenversicherungen müssen für die Förderung bestimmte Ausgestaltungsmerkmale erfüllen. Dies schränkt die Flexibilität ein, die finanziellen Vorteile sind aber attraktiv.

Verschiedene Wahlmöglichkeiten

Die Versicherungsunternehmen bieten ihren Kunden zahlreiche Gestaltungsoptionen bei den Policen. Hier ein kurzer Überblick:

  •  Kapitalwahlrecht: der Kunde kann sich anstatt der Rente das Kapital auch als Einmalbetrag auszahlen lassen
  • Rentengarantiezeit: die Rente wird unabhängig vom Überleben des Kunden über eine bestimmte Zeit gezahlt
  • verkürzte Leibrente: die Rente wird nicht lebenslänglich, sondern über einen kürzeren Zeitraum geleistet
  • Beitragsrückgewähr: im Todesfall werden geleistete Beiträge zurückerstattet.

 Beratung hilft bei der Auswahl

Die private Rentenversicherung ist flexibel und kann auf ganz unterschiedliche Bedürfnisse und Lebenssituationen hin ausgerichtet werden. Auf jeden Fallen sollten Angebote unterschiedlicher Unternehmen verglichen werden, denn die Konditionen unterscheiden sich erheblich. Unsere kompetente und unabhängige Beratung hilft bei der richtigen Entscheidung.

Private Krankenversicherung

Die private Krankenversicherung wird immer dann notwendig, wenn keine gesetzliche Versicherung abgeschlossen wurde oder freiwillig zur privaten Krankenversicherung gewechselt wurde. Sie ist damit eine Alternative zur gesetzlichen, staatlich subventionierten Versicherung. Eine aktive Krankenversicherung ist in Deutschland Pflicht, der Eintritt in die PKV ist aber freiwillig.

Wer gehört zur privaten Krankenversicherung?

Die anfallenden Beiträge der privaten Krankenversicherung werden, anders als bei der gesetzlichen Versicherung, nicht prozentual am Einkommen berechnet. Dadurch lohnt sich diese Alternative, aus rein wirtschaftlichem Blickwinkel, vor allem für Angestellte mit einem hohen Einkommen, Beamte oder Selbständige/Freiberufler. Die Beträge werden bei der privaten Krankenversicherung fix abgerechnet, die Höhe des Einkommens spielt keine Rolle. Die meisten privaten Policen verfügen über eine variable Selbstbeteiligung, welche vor Abschluss der Police gewählt werden kann. Sie gibt die Höhe der Kosten pro Jahr an, die der Versicherte eigenständig übernehmen muss. Erst bei höheren Kosten greift schließlich der Versicherungsschutz. Zusätzlich bieten viele Versicherte die Möglichkeit, einen Teil der gezahlten Beträge zurückzuerhalten, sofern eine Leistungsfreiheit bestand. Eine Leistungsfreiheit ist immer dann gegeben, wenn der Versicherte keine Leistungen eingefordert beziehungsweise erstattet bekommen hat.

Vorteile im Alltag

Dadurch, dass die Versicherungsbeiträge nicht am Einkommen bemessen werden, können Gutverdiener viel Geld sparen. Bei der gesellschaftlich sozial ausgerichteten gesetzlichen Versicherung, wo Besserverdiener die Geringverdiener durch die prozentuale Erhebung stützen, müssen bei hohen Einkommen auch wesentlich höhere Beträge für die Versicherung gezahlt werden. In der Praxis hat die private Krankenversicherung ebenfalls den Vorteil, dass Privatversicherte im Gesundheitswesen bevorzugt behandelt werden. Termine bei Spezialisten können schneller und flexibler abgeschlossen werden, auch im Krankenhaus kann beispielsweise ein 1- oder 2-Bett-Zimmer in Anspruch genommen werden, je nach Tarif ist sogar eine Chefarztbehandlung möglich. Die bevorzugte Behandlung resultiert aus dem Umstand, dass Ärzte für Privatversicherte mit einem Höchstsatz der Gebührenverordnung abrechnen können, während bei gesetzlich Versicherten lediglich der Minimalsatz erhoben werden darf. Auch beim Allgemeinmediziner oder beim Zahnarzt profitiert ein Privatversicherter, da Wartezeiten wesentlich geringer ausfallen. Die Wartezeit von Privatversicherten ist vor Ort in der Praxis um rund 30 Prozent gegenüber gesetzlich Versicherten reduziert – selbst ohne Termin.

Individuelle Modelle

Die Police der privaten Krankenversicherung kann frei angepasst werden. Gerne beraten wir sie hier natürlich dabei. Die meisten Versicherer bieten ein Baustein-Modell, wo einzelne Leistungen an- oder abgewählt werden können. So können die monatlichen Beträge ebenso stark wie das Leistungsspektrum variieren. Generell gilt jedoch, dass auch die günstigste private Krankenversicherung mindestens ebenbürtige Leistungen zur gesetzlichen Versicherung anbietet. Mögliche Zusatzleistungen sind optional, wodurch sich individuell maßgeschneiderte Versicherungspolicen ergeben – entgegen den standardisierten gesetzlichen Krankenversicherungen.